5 Personen halten eine Rede.

Beitragsbild: Helena Grebe/ Stadt Mülheim an der Ruhr

Unsere Themen

Wenn aus Flächen Standorte werden

Unternehmen brauchen mehr als freie Flächen: Entscheidend sind nutzbare Grundstücke, eine gute Infrastruktur und Planungssicherheit. Nur wenn diese Voraussetzungen stimmen, können Investitionen und Wachstum in der Region gelingen.

Eine freie Fläche allein macht noch keinen guten Unternehmensstandort. Wer einen Betrieb erweitern, neu bauen oder investieren möchte, braucht passende Grundstücke, eine funktionierende Infrastruktur, ausreichend Energie und vor allem Planungssicherheit. Genau darüber haben wir beim Netzwerkabend MEO GOES EXPO REAL am 22. September in der Dampfe in Essen-Borbeck gesprochen.
Gemeinsam mit der EWG – Essener Wirtschaftsförderung, der Wirtschaftsförderung der Stadt Mülheim an der Ruhr und Oberhausen.Business haben wir Vertreterinnen und Vertreter der Immobilienwirtschaft eingeladen. Der Abend dient auch der Vorbereitung auf die EXPO REAL in München. Im Mittelpunkt standen in diesem Jahr vor allem Fragen, die viele unserer Mitgliedsunternehmen ganz konkret beschäftigen.

© Helena Grebe/ Stadt Mülheim an der Ruhr

Die passende Fläche zählt

Essen, Mülheim und Oberhausen haben unterschiedliche Flächen und Standortprofile. Unternehmen orientieren sich bei ihrer Suche allerdings nicht an Stadtgrenzen. Für sie zählt, ob ein Standort zu ihrem Vorhaben passt.
Das bedeutet auch: Kann eine Stadt keine passende Fläche anbieten, lohnt sich der Blick in die Nachbarstadt. So können Unternehmen, die wachsen oder sich neu ansiedeln wollen, möglichst in unserer Region gehalten werden.
Dass dafür ausreichend nutzbare Wirtschaftsflächen vorhanden sein müssen, machte auch Marcus Breuer von der Business Metropole Ruhr deutlich. In seinem Vortrag ging es insbesondere um ehemalige Industrie-, Bergbau- und Gewerbestandorte.
Gerade im Ruhrgebiet bieten diese Flächen viele Möglichkeiten. Doch zwischen einer Fläche, die grundsätzlich verfügbar ist, und einem Grundstück, auf dem ein Unternehmen tatsächlich bauen kann, liegt mitunter ein langer Weg. Altlasten, Eigentumsfragen, Planungsrecht, Verkehrsanbindung oder Energieversorgung können Vorhaben verzögern.
Für unsere Unternehmen ist das ein entscheidender Punkt. Wer investieren will, muss wissen, ob, wann und unter welchen Bedingungen ein Vorhaben umgesetzt werden kann.

Wirtschaftsflächen müssen nutzbar sein

Bereits beim Wirtschaftsflächengipfel.Ruhr im April 2026 haben wir gemeinsam mit den weiteren Ruhr-IHKs, der Business Metropole Ruhr, dem Handwerk und den kommunalen Wirtschaftsförderungen auf diese Probleme hingewiesen.
Die Zahlen zeigen, welche Bedeutung das Thema hat: Rund 46 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Ruhrgebiet arbeiten auf Gewerbe- und Industrieflächen. Gleichzeitig weisen rund 703 Hektar der regionalen Flächenpotenziale

einen erheblichen Aufbereitungsbedarf auf.
Für uns ist deshalb klar: Es reicht nicht, Flächen lediglich auszuweisen. Brachflächen müssen aufbereitet, wichtige Standorte vernünftig angebunden und Verfahren einfacher und schneller werden. Denn fehlen geeignete Flächen oder ziehen sich Verfahren über Jahre, kann das Investitionen und Erweiterungen unserer Unternehmen erschweren.

Was wir für unsere Mitgliedsunternehmen tun

Fragen rund um Flächen und Standorte werden für unsere Mitgliedsunternehmen spätestens dann konkret, wenn eine Erweiterung ansteht, ein neuer Standort gesucht wird oder ein Bauvorhaben ins Stocken gerät.
Wir nehmen diese Erfahrungen auf und bringen sie in Gespräche mit Kommunen und Politik ein. Wir machen deutlich, wo Unternehmen auf Hindernisse stoßen, und bringen sie mit den Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartnern zusammen, die bei konkreten Vorhaben weiterhelfen können.
Genau dazu dient auch MEO GOES EXPO REAL. In Borbeck konnten Unternehmen, Projektentwickler, Wirtschaftsförderungen und weitere Beteiligte miteinander ins Gespräch kommen – noch bevor vom 5. bis 7. Oktober die EXPO REAL in München beginnt.
Denn am Ende ist nicht entscheidend, wie viele Flächen wir auf einer Messe präsentieren. Entscheidend ist, ob unsere Unternehmen investieren, bauen und wachsen können.

© Helena Grebe/ Stadt Mülheim an der Ruhr
Marcus Breuer
Malte Gehring

Verfasst von:
Malte Gehring

Zur Artikelübersicht

nach oben