CONDOR-Gruppe
Die Sicherheitsbranche hat sich in den vergangenen Jahren spürbar verändert. Neue technische Möglichkeiten, steigende Anforderungen und der Schutz Kritischer Infrastrukturen prägen heute den Arbeitsalltag vieler Unternehmen. Auch die CONDOR-Gruppe erlebt diesen Wandel aus nächster Nähe.
Das Essener Unternehmen wurde 1978 gegründet und wird seit 1984 von der Familie Toussaint geführt. Seit den 1990er-Jahren stehen Cornelius und Stephan Toussaint in zweiter Generation an der Spitze des Unternehmens. Aus den Sicherheitsdienstleistungen entwickelte sich im Laufe der Jahre ein breites Leistungsspektrum. Heute gehören unter anderem Objektschutz, Luftsicherheit, Sicherheit im Bahnbereich, maritime Dienstleistungen und technische Lösungen dazu.
© CONDOR-GruppeHandlungsfähig bleiben
Wie wichtig gut funktionierende Strukturen sind, habe sich besonders in der Corona-Pandemie gezeigt. Sicherheitsdienstleistungen mussten weiter erbracht werden, auch dort, wo viele andere Beschäftigte bereits im Homeoffice waren. Für Cornelius Toussaint zeigt sich daran, worauf es in der Branche ankommt: „Technik kann unterstützen, die Grundlage bleiben jedoch wir Menschen. Nur mit qualifizierten Mitarbeitenden lasse sich Sicherheit dauerhaft gewährleisten.“
»Die Technik soll dort unterstützen, wo Wege lang, Flächen groß oder Lagen unübersichtlich sind.«
Mehr Überblick durch Technologie
Vor rund zwölf Jahren begann sich die CONDOR-Gruppe intensiv mit Drohnentechnologie auseinanderzusetzen. Ausgangspunkt war die Frage, wie sich größere Flächen effizient überwachen und Sicherheitslagen schneller einschätzen lassen. „Wir sehen die Drohne als Sensor in der Luft“, sagt der Geschäftsführer. Die Technologie kann Bilder und Informationen liefern, die anschließend in einer Notruf- und Serviceleitstelle ausgewertet werden. So lassen sich unklare Situationen besser beurteilen. Besonders bei weitläufigen Arealen oder schwer einsehbaren Bereichen eröffnen sich dadurch neue Möglichkeiten. „Die Technik soll dort unterstützen, wo Wege lang, Flächen groß oder Lagen unübersichtlich sind“, erzählt er. Viele Anwendungen seien bereits möglich. In der Praxis stoßt das Unternehmen allerdings auf langwierige Genehmigungsprozesse. Für Toussaint steht dennoch fest, dass sich die Sicherheitswirtschaft mit diesen Entwicklungen beschäftigen muss. Neue Technologien könnten dabei helfen, bestehende Sicherheitskonzepte sinnvoll zu ergänzen.
Wissen bleibt entscheidend
Der Einsatz neuer Technologien bringt zusätzliche Anforderungen mit sich. Wer zum Beispiel mit Drohnen arbeitet, benötigt Kenntnisse, die weit über klassische Sicherheitsaufgaben hinausgehen. „Wenn ein Drohnenpilot tätig wird, muss der mit ganz anderen Dingen umgehen“, sagt Toussaint. Neben Luftrecht gehören dazu auch Bildanalyse und der Umgang mit technischen Systemen.
Um Mitarbeitende auf diese Aufgaben vorzubereiten, bündelt das Unternehmen seine Aus- und Fortbildungsangebote seit 2013 in der CONDOR-Akademie für Sicherheit und Service. Dort werden Fachkräfte für unterschiedliche Einsatzbereiche qualifiziert und weitergebildet.
Blick in die Zukunft
Cornelius Toussaint sieht die Sicherheitswirtschaft vor einem kontinuierlichen Wandel. Neue Technologien würden künftig eine größere Rolle spielen. Gleichzeitig bleibe Sicherheit ein Geschäft, das auf Erfahrung und qualifizierte Mitarbeitende angewiesen sei. „Sicherheit entsteht immer im Zusammenspiel von Menschen, Erfahrung und Technologie“, betont er.