Zwei Frauen auf der Baustelle

Beitragsbild: IHK zu Essen/Christian Hövelmann

Unternehmen

Vom Azubi-Speeddating in die Ausbildung

ZECH Bau SE hat bereits mehrfach über das IHK-Azubi-Speeddating Nachwuchskräfte für eine Ausbildung gewonnen. Auch Charlotte Leist fand so ihren Weg ins Unternehmen und berichtet von ihren Erfahrungen.

Eine junge Frau steht auf einer Baustelle und lacht in die Kamera© IHK zu Essen/Christian Hövelmann

» Ich wollte praktische Erfahrungen sammeln […].«

Charlotte Leist
Auszubildende bei ZECH Bau SE

ZECH Bau SE

Dass unser IHK-Azubi-Speeddating Unternehmen und Ausbildungssuchende erfolgreich zusammenbringen kann, zeigt das Beispiel der ZECH Bau SE in Essen.

Das Unternehmen hat mehrfach an dem Format teilgenommen und darüber bereits viele Nachwuchskräfte gewinnen können, darunter vor 2 Jahren ihre Auszubildende Charlotte Leist.

Nach dem Abitur hatte sie zunächst ein Studium der Betriebswirtschaftslehre begonnen. Schnell stellte sie jedoch fest, dass ihr der Praxisbezug fehlte: „Mir war das Studium zu theoretisch. Ich wollte praktische Erfahrungen sammeln und verschiedene Abteilungen kennenlernen. Das Wirtschaftliche fand ich total interessant, weshalb für mich klar war, dass ich weiterhin etwas in diese Richtung machen möchte.“
Auf der Suche nach einer Alternative entschied sie sich, unser Azubi-Speeddating zu besuchen.

Der erste Austausch

Vor dem Azubi-Speeddating informierte sich Charlotte Leist darüber, welche Unternehmen vor Ort sein würden und welche davon zu ihren beruflichen Vorstellungen passten. So wurde sie auch auf ZECH aufmerksam. Beim zehnminütigen Austausch mit Pierre Pries, der ZECH vor Ort vertrat, wurde ihr Interesse an dem Unternehmen bestärkt.

Danach nahm der weitere Weg schnell seinen Lauf: Es folgten ein Bewerbungsgespräch und ein Praktikumstag, bevor sie sich schließlich für die Ausbildung zur Industriekauffrau entschied. Mit dem Start ihrer Ausbildung begann für die junge Frau ein ganz neuer Alltag: „Im Studium konnte ich mir meine Zeit noch viel freier einteilen, deshalb war es erst einmal eine Umstellung, plötzlich 40 Stunden in der Woche zu arbeiten. Aber genau der praktische Alltag hat mir gut gefallen. Man lernt unglaublich viele Dinge, mit denen man vorher noch keine Berührungspunkte hatte. Das war eine spannende Zeit, an die ich mich gerne zurückerinnere.“

Ein Mann und eine Frau schauen auf einen Bildschirm. Sie sitzen an einem Tisch.© IHK zu Essen/Christian Hövelmann
Pierre Pries und Charlotte Leist

Gespräche auf Augenhöhe

Gerade das persönliche Kennenlernen macht für Pierre Pries den Reiz des Azubi-Speeddatings aus: „Ein Lebenslauf sagt viel aus, aber eben nicht alles. Im direkten Gespräch merkt man schnell, welche Interessen jemand mitbringt.“ Dabei müsse niemand perfekt vorbereitet sein: „Es ist überhaupt nicht schlimm, wenn jemand aufgeregt ist oder vielleicht spontan vorbeikommt und noch nicht so viel über unser Unternehmen weiß. Mir ist wichtig, dass man authentisch ist und Interesse zeigt. Im besten Fall gelingt es uns dann, junge Menschen für einen Ausbildungsplatz in unserem Unternehmen zu begeistern.“

Auch in diesem Jahr war ZECH wieder beim Azubi-Speeddating dabei und konnte erneut einen Auszubildenden gewinnen. Für Pierre Pries ist dies ein guter Grund, weiterhin teilzunehmen: „Ich bin immer wieder gerne dabei. Man kommt unkompliziert mit jungen Menschen ins Gespräch und merkt schnell, ob es auf beiden Seiten passen könnte. Dass wir darüber schon mehrfach Auszubildende für uns gewinnen konnten, freut mich natürlich besonders.“

Mit dabei war diesmal auch Charlotte Leist. Nun saß sie allerdings auf der anderen Seite des Tisches und führte selbst Gespräche mit potenziellen Nachwuchskräften: „Es ist total spannend, das Ganze nun von der anderen Seite zu betrachten.“

»Man kommt unkompliziert mit jungen Menschen ins Gespräch […].«

»Dabei eröffnen sich auch nach einer Ausbildung viele Möglichkeiten.«

Ausbildung eröffnet vielfältige Karrierewege

Charlotte Leist und Pierre Pries sind sich einig, dass bei der Berufswahl noch stärker gezeigt werden sollte, welche Möglichkeiten eine Ausbildung eröffnet. Gerade die Perspektiven nach dem erfolgreichen Abschluss werden häufig unterschätzt. „Viele denken, dass nach einer Ausbildung der Karriereweg beendet ist. Ich glaube, deswegen tendieren viele zu einem Studium. Dabei eröffnen sich auch nach einer Ausbildung viele Möglichkeiten. Man kann sich trotzdem weiterbilden oder später noch studieren“, so die Auszubildende.

Bei ZECH sind solche Entwicklungsschritte nach der Ausbildung möglich. Ob Charlotte Leist nach ihrer Ausbildung noch einmal ein Studium aufnimmt, lässt sie sich noch offen. Fest steht aber: Sollte sie sich dafür entscheiden, bringt sie diesmal jede Menge Praxiserfahrung mit.

Über das Unternehmen

Die ZECH Bau SE gehört zur international tätigen ZECH Group und blickt auf eine mehr als 100-jährige Geschichte zurück. Das Unternehmen ist im schlüsselfertigen Hochbau tätig und realisiert unter anderem Büro-, Industrie- und Wohngebäude. Zum Geschäft gehören ebenso Sanierungen und die Revitalisierung bestehender Gebäude.

In der MEO-Region hat ZECH bereits verschiedene Bauvorhaben umgesetzt. In Mülheim an der Ruhr entstand ein neues Verwaltungsgebäude für Siemens. In Essen war das Unternehmen an der Revitalisierung der ehemaligen Karstadt Zentrale zum neuen Polizeipräsidium beteiligt. Zudem realisierte ZECH das Huyssen Quartier gegenüber der Philharmonie, bestehend aus einem Wohnhochhaus und einem angrenzenden Bürogebäude. Zu den Projekten in Oberhausen zählt der Neubau des P&C Modehauses im CentrO.

Bei der Planung und Umsetzung der Projekte spielt der Umgang mit Ressourcen eine immer wichtigere Rolle. Welche Maßnahmen möglich sind, hängt vom jeweiligen Bauvorhaben ab. So kommen beispielsweise recyclingfähige Baustoffe zum Einsatz, bei anderen Projekten werden Nistkästen oder Bienenhotels in das Konzept integriert.

Eine Warnweste mit der Aufschrift ZECH© IHK zu Essen/Christian Hövelmann

Ausbildung bei ZECH Bau SE

Junge Menschen können bei ZECH auf unterschiedlichen Wegen Berufserfahrungen sammeln. Neben Praktika und Traineeprogrammen bietet das Unternehmen Ausbildungsberufe im handwerklichen/gewerblichen und kaufmännischen Bereich an. Dazu gehören Maurerinnen und Maurer, Beton- und Stahlbetonbauerinnen und -bauer sowie Industriekaufleute und Kaufleute für Büromanagement.

Auch kaufmännische Auszubildende lernen die praktische Seite der Baubranche kennen. Bei einem einwöchigen Baupraktikum können sie selbst mit anpacken und ausprobieren, wie gemauert wird. Ergänzende Lehrgänge vermitteln Wissen speziell für die Baubranche.

Mit wachsender Erfahrung verändert sich die Begleitung während der Ausbildung: „Am Anfang begleiten wir natürlich noch enger. Mit der Zeit werden die Aufgaben komplexer und die Auszubildenden übernehmen immer mehr Verantwortung. Uns ist wichtig, dass sie zunehmend selbstständig arbeiten, aber trotzdem wissen, dass immer jemand da ist, wenn sie Unterstützung brauchen“, erklärt Pierre Pries.

Weitere Informationen

Weitere Informationen zum Unternehmen finden Sie hier.

Lara Böckelmann

Verfasst von:
Lara Böckelmann

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