Glas Stebani - Team
Region

Verantwortung von innen nach außen tragen

Glas Stebani: Ein Familienunternehmen zertifiziert sich mit Güte-Siegel

Kleine Hebel, große Wirkung

Verantwortungsvolles Handeln als Unternehmer und Unternehmen, nachhaltige Ziele definieren und diese zusammen mit den jeweiligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Unternehmens aktiv in die Tat umsetzen – mit diesen Grundsätzen ist das Umweltprogramm »Ökoprofit« vor wenigen Monaten auch in Essen mit einem neuen Projekt gestartet. Am Ende eines mehrmonatigen durch Seminare, Beratungen, Prüfungen und Durchführungen begleiteten Weges stand für die teilnehmenden und mit einer Auszeichnung und Würdigung als ökoprofitables Unternehmen Auszeichnungswürdigen Firmen eine feierliche Übergabe an. Mit dabei: das Essener Unternehmen Glas Stebani. Der familiär geführte Betrieb ist sich schon länger seiner Verantwortung bewusst und wollte noch stärker aktiv sein. Das Unternehmen schaffte es in den vergangenen 1,5 Jahren betriebliche Emissionen zu reduzieren, natürliche Ressourcen zu schonen sowie die Ökoeffizienz zu steigern und dabei das Bewusstsein für Umwelt und Nachhaltigkeit innerhalb und außerhalb des Betriebes zu erhöhen.

Der offizielle Startschuss für das Ökoprofit-Projekt in Essen wurde am 23. Februar 2022 im Beisein von Thomas Kufen, Oberbürgermeister der Stadt Essen, vollzogen. „Neben der Vorstellung der teilnehmenden Betriebe und Institutionen durch Dagmar Wolsing, Umweltamt der Stadt Essen, stand bereits zu Beginn ein erster Workshop (Einführung und Bestandsaufnahme) an, um die Ziele und Prioritäten zu verinnerlichen“, blickt Sabine Stebani auf die Anfänge des Projektes zurück. Sabine Stebani ist im Hause des Familienunternehmens von der Econova-Allee aus dem Stadthafengebiet zuständig für die Umsetzung der intern beschlossenen Maßnahmen.

Glas Stebani

»Uns war es bereits im Vorfeld wichtig, dass unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Ziele und Werte von Ökoprofit mittragen.«

„Uns war es bereits im Vorfeld wichtig, dass unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Ziele und Werte von Ökoprofit mittragen“, versichert Geschäftsführer Tim Stebani, der das im Jahre 1948 gegründete Unternehmen seit dem Jahr 2020 in dritter Generation führt. Um den Öko-Rucksack kleiner zu machen und die Öko-Effizienz zu steigern, wurden bereits ab Projektstart Abfälle und Emissionen vermieden oder zumindest verkleinert, auch entschloss man sich dazu „sauberer zu produzieren“. Gleich vier Prioritäten sind beim Umweltschutz prägend: Vermeiden, Vermindern, Verwerten und Entsorgen. „Nur wenige Tage nach der internen Gründung eines Ökoprofit-Teams in unserem Unternehmen wurde unsere 25-köpfige Belegschaft darüber informiert, dass wir als Glas Stebani unsere CO2-Bilanz verbessern möchten.“

Darüber, dass sich federführend ein Frauenpower-Team aus fünf Mitarbeiterinnen gründete, muss Sabine Stebani auch heute noch lachen. „Unsere Mitarbeiterinnen zeigten Biss und Engagement, Dinge zu verändern. Da konnten die Herren nicht anders als sich mit uns auf den Weg zu begeben“, berichtet Sabine Stebani mit einem Augenzwinkern. Der Slogan »Glas Stebani moves green« des auf Glasbau, Glasservice und Glashandel spezialisierten Unternehmens unterstützte die unterschiedlichen Projekte nicht nur im Innern, sondern deutet auch für Kunden wie Personal sichtbar an, dass sich das Unternehmen an der Econova-Allee auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit befindet.

Bereits auf der Baustelle wird der Restmüll getrennt

Nach nur knapp zwei Wochen wurden erste Maßnahmen bei der Abfalltrennung umgesetzt. „An den Schreibtischen standen schnell nur noch Abfalleimer für Papier. In beiden Küchen wurde nach gelber Tonne und Restmüll getrennt“, berichtet Dalin Tunkel, bei Glas Stebani zuständig für den Bereich Abfall. In der Werkstatt wurden Behälter für Papier, Folien und Restmüll angeschafft. „Von unserem Entsorger haben wir spezielle Säcke für Styropor und Folien erhalten. Diese nutzen unsere Monteure, um direkt vor Ort an der Baustelle zu trennen.“ Zusätzlich sorgten Container auf dem Firmengelände für die optimale Trennung unterschiedlichster Materialien. Auch im Energie-Sektor wurden Maßnahmen beschlossen und im Projektverlauf auch aktiv umgesetzt, auch wenn es in diesen wirtschaftlichen Zeiten eine zusätzliche Herausforderung war. „Unsere Werkstatt wurde bislang mit Neon-Röhren ausgeleuchtet. Nach Treffen mit Elektrikern und Vertretern der Beleuchtungsindustrie wollten wir eine nachhaltige Umrüstung auf moderne und energiesparende LED-Lichter forcieren“, berichtet Melanie Röhr. Und es hat sich gelohnt: Mehr als 1.800 kWh Strom konnten bereits im Jahr eingespart werden. Doch das Nachhaltigkeits-Team dachte weiter: Das seitlich der Werkstatt befindliche Lager wurde mit Bewegungsmeldern ausgestattet, so dass auch dort der Energiezufluss gebremst werden konnte.

Glas Stebani

Durch kleine Stellschrauben zur großartigen Umsetzung

Weiterführende Seminare und der Austausch mit anderen Unternehmen verhalfen dazu, weitere Maßnahmen umzusetzen: „Wir verwenden nun umweltfreundliches recyceltes Kopierpapier, darüber hinaus haben wir den Wasserdruck senken können“, fasst Sabine Stebani zusammen. Schon kurz nach Projektstart wurde beschlossen aufgefangenes Regenwasser zur Kühlung von eigenen Schleif- und Bohrmaschinen zu verwenden. In einem neuen Prozess musste dafür Sorge getragen werden, dass das Wasser zuvor gefiltert wird. „Es ist wirklich beachtlich, mit welchen kleinen Stellschrauben sich bereits Großartiges umsetzen lässt“, findet Tim Stebani. „Durch das aufbereitete Wasser konnte der Verbrauch auf über 10.000 Liter reduziert werden, zusätzlich wurden weitere 5.000 Liter Trinkwasser eingespart. Die Anschaffung im Jahr 2021 und Erweiterung dieses Jahr einer Photovoltaikanlage führte weiterhin dazu, dass über 16.000 kWh eingespart wurden und der zugekaufte Strom um einen vierstelligen Betrag gesenkt werden konnte. Für den Sommer dieses Jahres sei die Anschaffung und Auslieferung von vier weiteren Hybridfahrzeugen geplant.

»Glas Stebani moves green«
Slogan stärkt tagtäglich die Überzeugung

„Insgesamt gesehen war es für das Unternehmen der absolut richtige Schritt. Doch auch als Team hat uns das Projekt enger zusammengebracht“, berichtet der Geschäftsführer. Doch Stebani weiß auch: „Die Bereitstellung eines Obstkorbes ist das Eine, das Andere ist, die Begriffe »Nachhaltigkeit«, »Umweltschutz und Umweltbewusstsein« aktiv mit Leben zu füllen. Hier habe ich bemerkt, wie viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sich positiv in ihren Familien und im Freundeskreis geäußert haben. Sie waren stolz, selbst etwas bewegen zu können. Das macht dann auch die Investitionen für einen Unternehmer einfacher.“ Hiervon zeugt bis heute auch der eigens entworfene Slogan »Glas Stebani moves green«. Eine stilisierte Blüte hebt das „i“ im Unternehmensschriftzug hervor. „Wir möchten auch über die erhaltene Zertifizierung hinaus nach außen zeigen, dass uns dieses Thema wichtig ist und dass wir es aktiv gemeinsam angehen.“ Großflächige Banner in der Werkstatt, neues Briefpapier sowie die thematische Begleitung in den Social-Media-Kanälen, auf der Website und in der digitalen Unternehmenskommunikation – bei »Glas Stebani« hat man das Thema Nachhaltigkeit zu einem sehr wichtigen Faktor erkoren.

»Insgesamt gesehen war es für das Unternehmen der absolut richtige Schritt. Doch auch als Team hat uns das Projekt enger zusammengebracht.«

Weitere Informationen

www.glasstebani.de

Ökoprofit ist ein Kooperationsprojekt zwischen Kommunen und der örtlichen Wirtschaft, verbunden mit dem Ziel einer Betriebskostensenkung unter gleichzeitiger Schonung natürlicher Ressourcen. Die Umsetzung erfolgt in einem regionalen Verbund begleitet durch Workshops, individueller Beratung und einer Zertifizierung. Bei Fragen rund um das Projekt melden Sie sich gerne bei uns!

Jens Knetsch

Verfasst von:
Jens Knetsch

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