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Beitragsbild: iStock/Rudzhan Nagiev

Unsere Themen

MEO-Region braucht einen klaren wirtschaftspolitischen Kurs

Die Kommunalwahlen in unserer MEO-Region haben gezeigt, wie wichtig wirtschaftspolitische Themen für die Menschen vor Ort sind. Für die kommenden Jahre kommt es darauf an, dass Städte und Verwaltungen die Rahmenbedingungen für Unternehmen verbessern und zentrale Themen wie Infrastruktur, Bürokratieabbau und Fachkräftesicherung aktiv angehen.

Nach den Kommunalwahlen am 14. September 2025 ging es zwei Wochen später in die zweite Runde: Am 28. September 2025 fanden die Stichwahlen um das Amt des künftigen Oberbürgermeisters bzw. der künftigen Oberbürgermeisterin statt.

Oberbürgermeister stehen fest

Mittlerweile sind alle Entscheidungen gefallen und die neuen/alten Oberhäupter stehen fest:

  • Thomas Kufen bleibt Oberbürgermeister der Stadt Essen
  • Thorsten Berg wird neuer Oberbürgermeister der Stadt Oberhausen
  • Marc Buchholz ist nach einem Wahlkrimi weiterhin Oberbürgermeister in Mülheim an der Ruhr

»Denn Wirtschaft wird vor Ort gemacht!«

Wirtschaft wird vor Ort gemacht

Kerstin Groß freut sich auf die künftige Zusammenarbeit mit allen drei Städten und betont: „Auf kommunaler Ebene werden viele Entscheidungen getroffen, die für unsere Betriebe und Unternehmen von hoher Relevanz sind. Denn Wirtschaft wird vor Ort gemacht! Umso wichtiger ist, dass in den Rathäusern und Stadträten ein besonderer Fokus auf die Bedürfnisse der örtlichen Wirtschaft gelegt wird.“ In diesem Zusammenhang bieten wir auch in den kommenden fünf Jahren ihre Fachexpertise an, um gleichzeitig die Interessen ihrer Mitgliedsunternehmen zu vertreten.

Dass die Bürgerinnen und Bürger eine starke regionale Wirtschaft genauso wichtig empfinden, zeigte sich bei den Kommunalwahlen. Hier fragte das Meinungsforschungsinstitut infratest dimap die Menschen, welche Themen für ihre Wahlentscheidung ausschlaggebend sind. Auf Platz 1 mit 36 Prozent stand „Wirtschaftspolitik“ – ein bemerkenswertes Ergebnis. Denn normalerweise stehen gerade bei Kommunalwahlen andere Schwerpunkte im Fokus, wie bspw. Schulen, Verkehr, Bildung oder Infrastruktur.

Direkter Einfluss auf das Leben in der MEO-Region

„Auch in der MEO-Region wird immer deutlicher, dass die Menschen sich eine klare und sichere Wirtschaftspolitik wünschen. Denn diese nimmt unmittelbaren Einfluss auf das Leben in unseren Städten: für unsere Infrastruktur, für unsere Innenstädte, für Arbeitsplätze und Wettbewerbsfähigkeit“, hebt Kerstin Groß hervor.

Für uns sind diese Handlungsfelder entscheidend für die Zukunft der MEO-Wirtschaft:

  • Verkehr und Infrastruktur
  • Innenstädte
  • Bürokratieabbau
  • Fachkräftesicherung

Wirtschaft muss erreichbar sein

Leistungsfähige Verkehrswege sind Voraussetzung für Investitionen und Arbeitsplätze. Sie sind die Basis für alle Produktionsprozesse. Mitarbeitende, Dienstleisterinnen und Dienstleister, sowie Kundinnen und Kunden müssen die Betriebe und den Einzelhandel erreichen können. Jedoch ist die Infrastruktur der MEO-Region vielerorts in einem mangelhaften Zustand. Für Kerstin Groß ist daher der Erhalt und Ausbau der Autobahnen, Brücken und kommunalen Straßen zentral für den wirtschaftlichen Erfolg der Region: „Unserer Wirtschaft droht ein Dauerstau. Diesen gilt es unbedingt zu verhindern.“ Die Kommunen sollten die notwendigen Mittel zur Ertüchtigung der Infrastruktur bereitstellen.

»Unserer Wirtschaft droht ein Dauerstau.«

Wirtschaft muss erlebbar sein

Unsere Innenstädte leisten einen wesentlichen Beitrag zur Lebensqualität der Menschen im Ruhrgebiet. Der Einzelhandel in den Innenstädten ist parallel mit einem veränderten Konsumverhalten, mehr digitalem Einkaufen und der großen Konkurrenz der Shoppingcenter konfrontiert. Hier gilt es gegenzusteuern: Um die Attraktivität der Innenstädte zu sichern, müssen sie sich von reinen Konsum- zu Erlebnisorten mit hoher Aufenthaltsqualität wandeln – hier für bedarf es weiterhin gezielter Städtebaufördermittel.

Wirtschaft muss realisierbar sein

Ein großes Hemmnis für die MEO-Wirtschaft sind langwierige Verfahren und fehlende Planungssicherheit. Dies betrifft fast alle Prozesse, bei denen Unternehmen auf öffentliche Stellen angewiesen sind. „Der Vorschriftendschungel bremst innovative Ideen oder neue Produkte, noch bevor sie marktreif sind“, kritisiert unsere

Hauptgeschäftsführerin und ergänzt: „Kommunalpolitik kann die Prozesse in ihrer Verwaltung schneller und transparenter machen. Darauf wird es in den kommenden Jahren ankommen.“

Wirtschaft muss zukunftsorientiert sein

Der Kampf gegen den Fachkräftemangel ist seit vielen Jahren eine große Herausforderung. Ein relevantes Mittel ist gute Bildung. Die Kommunen sind verantwortlich, gute Voraussetzungen dafür zu schaffen, beispielsweise durch moderne und gut ausgestattete (Berufs-) Schulen. Ein besseres Betreuungsangebot für Kinder ist der Schlüssel, die Erwerbsbeteiligung von jungen Eltern zu steigern. Auszubildenden sollte zudem bezahlbarer Wohnraum zur Verfügung stehen und Zugewanderte intensiver für eine Erwerbstätigkeit vorbereitet und motiviert werden.

Steffen Elsebrock

Verfasst von:
Steffen Elsebrock

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