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Beitragsbild: iStock/Rudzhan Nagiev

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IHK FOSA zeigt, wer Fachkraft ist

Anerkennung macht ausländische Ausbildungsabschlüsse transparent.

In vielen Branchen herrscht weiter Fachkräftemangel. Begegnen lässt sich dem Fehlen gut ausgebildeter Fachkräfte etwa durch Angebote zur Weiterbildung oder der Aktivierung weiterer im Inland vorhandener Potentiale. Ein wichtiges Mittel ist hier die Rekrutierung von qualifiziertem Personal im Ausland. Nur wie lassen sich ausländische Qualifikationen verlässlich einschätzen? Wie können Arbeitgeber unkompliziert sehen, wer Fachkraft ist?


Als etabliertes und seit Jahren bewährtes Instrument schafft die Berufsanerkennung darüber Klarheit: Ein Anerkennungsbescheid als Ergebnis einer Überprüfung ausländischer Qualifikationen macht transparent, welche berufliche Kompetenz eine Fachkraft tatsächlich mitbringt.

Für im Ausland erworbene Ausbildungsabschlüsse, die mit einem IHK Beruf vergleichbar sind, führt die IHK FOSA das Verfahren zur Gleichwertigkeitsfeststellung durch. Konzipiert ist die Organisation als zentrale Anerkennungsstelle von 76 deutschen Industrie- und Handelskammern. Dieser Ansatz ermöglicht, relevante Kompetenzen für die komplexe Aufgabe zu bündeln: Zum einen bildet die Konzentration von Länderexpertise zu Bildungssystemen der Welt eine fundierte Wissensbasis für den Vergleich ausländischer Ausbildungen mit den entsprechenden deutschen Berufen.

Zum anderen spricht das Team der IHK FOSA aktuell 28 Sprachen auf Erstsprachenniveau. Dadurch sind sehr häufig Übersetzungen einzureichender Unterlagen nicht erforderlich – grundsätzlich nicht übersetzt werden müssen Nachweise in englischer Sprache. Der Internationalität der Aufgabe trägt ebenfalls das Informationsangebot der IHK FOSA Rechnung: So ist die Webseite in acht Fremdsprachen verfügbar und auch der KI-Assistent gibt mehrsprachig Auskunft zum Anerkennungsverfahren.

Für die beschriebene zentrale Aufstellung spricht als weiterer maßgeblicher Pluspunkt die Durchführung der Anerkennungsverfahren nach einheitlichen Entscheidungskriterien.
Das Vorhalten fundierter Expertise zu allen Facetten der Aufgabe ist ein Alleinstellungsmerkmal der IHK FOSA und macht sie zum Kompetenzzentrum im Bereich der beruflichen Anerkennung. Alle genannten Faktoren haben direkte Auswirkung auf den Anerkennungsbescheid, der somit das Resultat einer qualitativ hochwertigen Arbeit ist.

In jüngster Vergangenheit hat sich die Organisation den Anforderungen an einen digitalen Zuwanderungsweg angepasst: Neben einer weiteren Optimierung der Prozesse des Anerkennungsverfahrens hat die IHK FOSA Personal aufgebaut sowie insbesondere eine Möglichkeit geschaffen, Anträge weltweit über das Portal „Anerkennung in Deutschland“ digital einzureichen.

Als größte Anerkennungsstelle im Bereich der nicht reglementierten Berufe verfügt die IHK FOSA bereits über 14 Jahre Expertise in der Durchführung der Gleichwertigkeitsfeststellung und hat in diesem Sektor auch die meisten Anerkennungsbescheide erteilt. Das vergangene Jahr markierte in dieser Hinsicht eine besondere Bestmarke, denn erstmals wurden über 10.000 Gleichwertigkeitsbescheide erteilt – so viele wie noch nie zuvor. Mit dieser Rekordzahl wurde ein neuer Maßstab mit Blick auf effiziente und qualitätsgesicherte Anerkennungsverfahren erreicht.


Der konzeptionelle Aufsatz, die Bearbeitung der Anerkennungsverfahren an einer Stelle zusammenzuziehen, befördert die hohe Leistungsfähigkeit – dies versetzt die IHK FOSA in die Lage, eine hohe Zahl von Anträgen innerhalb kurzer Zeit zu entscheiden. Der nach Abschluss des Anerkennungsverfahrens ausgestellte Bescheid mit dem Ergebnis der Gleichwertigkeitsfeststellung ist ein belastbarer Gradmesser, der zeigt, wer Fachkraft ist: Aus ihm lässt sich das Profil der Fachkraft ablesen. Es ist ersichtlich, welchem konkreten deutschen Referenzberuf aus dem IHK Bereich die ausländische Berufsqualifikation entspricht und über welche einschlägige Berufserfahrung die Fachkraft verfügt und ggf. welche Weiterbildungen absolviert wurden – den Maßstab dabei bilden immer die jedem Unternehmen bekannten deutschen IHK Berufe. Damit macht die IHK FOSA Fachkräfte transparent und eindeutig identifizierbar – und davon profitieren gleichermaßen Arbeitgeber wie ausländische Fachkräfte.


Die funktionierende Umsetzung des Anerkennungsgesetzes im IHK Bereich hat auch die Politik wahrgenommen, die die IHK FOSA dafür immer wieder als Musterbeispiel und Referenz bezeichnet und so das große Engagement und das Vorleben einer echten Anerkennungskultur der Organisation würdigt.


Das Wirken der IHK FOSA geht jedoch über die Funktion als bloßer Fachkräftekompass hinaus. Ihre Arbeit ist weiterhin ein wertvoller Baustein zur gesellschaftlichen Integration, darüber hinaus steht der Anerkennungsbescheid ebenfalls als Symbol für eine faire sowie nachhaltige Erwerbsmigration -fraglos wichtige Aspekte für eine verantwortungsbewusste Haltung zur Zuwanderung in diesen Zeiten.

Weitere Informationen

Weiterführende Informationen zum Anerkennungsverfahren bei der IHK FOSA finden Sie hier.

Lara Böckelmann

Verfasst von:
Lara Böckelmann

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