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Gründungsreport NRW 2021

Weniger Gründungen, mehr Digitalisierung Der 3. Gründungsreport der 16 IHKs in Nordrhein-Westfalen zeigt: Die Zahl der Gründungen ging 2020 massiv zurück. Dieser Rückgang ist insbesondere auch auf die Corona-Pandemie zurückzuführen. Viele Gründer:innen mussten ihre Geschäfts-modelle verstärkt anpassen und haben auf die Digitalisierung gesetzt. Grundsätzlich hat Corona Gründungswillige nicht daran gehindert, den Sprung in die Selbstständigkeit […]

Weniger Gründungen, mehr Digitalisierung

Der 3. Gründungsreport der 16 IHKs in Nordrhein-Westfalen zeigt: Die Zahl der Gründungen ging 2020 massiv zurück. Dieser Rückgang ist insbesondere auch auf die Corona-Pandemie zurückzuführen. Viele Gründer:innen mussten ihre Geschäfts-modelle verstärkt anpassen und haben auf die Digitalisierung gesetzt.

Grundsätzlich hat Corona Gründungswillige nicht daran gehindert, den Sprung in die Selbstständigkeit zu wagen: NRW-weit entstanden 2020 gut 50.000 Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft. Allerdings ist die Zahl der Gründungen seit Jahren rückläufig. 2016 gingen noch knapp 65.000 Unternehmer:innen an den Start, 2019 nur noch knapp 59.000. Dieser jüngste, fast 15-prozentiger Rückgang zieht sich durch nahezu alle Branchen und lässt sich vor allem durch die Corona-Pandemie erklären, die auch vor Gründer:innen nicht Halt macht.

Dies ist eines der vielen Ergebnisse des Gründungsreports NRW 2021 der NRW-IHKs. Insgesamt beteiligten sich über 500 Gründer:innen und beantworteten Fragen zum Gründungsgeschehen im Jahr 2020 sowie zu den Auswirkungen der Corona-Pandemie.

Wie die Corona-Sonderauswertung zeigt, hat die Pandemie das Gründungs-geschehen deutlich beeinflusst. Viele Gründer:innen mussten nicht nur zeitlich, sondern auch inhaltlich flexibel reagieren. So wurden Geschäftsmodelle verstärkt digitalisiert und andere oder zusätzliche Produkte/Dienstleistungen sowie Vertriebswege gewählt. Zudem konnten viele Befragte ihre ursprünglichen Entwicklungs- und Umsatzziele nur teilweise oder nicht erreichen. Als größte Herausforderungen wurden geringere Auslastung/Kundenfrequenz, fehlende Reisemöglichkeiten, Schließungen oder Teilschließungen sowie höhere Kosten genannt.

Die IHKs in NRW blicken mit Sorgen auf die rückläufigen Gründungszahlen. Sie leiten daher Handlungsempfehlungen für die Politik ab: So sollten bspw. nebenberufliche Gründungen stärker gefördert und Wirtschaft zum Schulfach gemacht werden.

Der umfassende NRW-Gründungsreport 2021 ist abrufbar unter www.essen.ihk24.de, Dok.-Nr. 5255328.

Eugenia Dottai

Verfasst von:
Eugenia Dottai

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