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Beitragsbild: IHK zu Essen/Christian Hövelmann

Unternehmen

Ein Lebenswerk in Familienhand

Als Familienunternehmen vereint die Harmuth Entsorgung GmbH Erfahrung, Innovation und Nachhaltigkeit. Im Mittelpunkt stehen Recycling, Rohstoffverwertung und die Förderung junger Fachkräfte.

Gruppenfoto von vier Männern.
Stefan Harmuth mit drei Mitarbeitern

Harmuth Entsorgung GmbH

Als Ursula und Stefan Harmuth Mitte 1966 den Schritt in die Selbstständigkeit wagten, waren beide Anfang 20. Sie brachte kaufmännisches Wissen aus ihrer Tätigkeit bei der Sparkasse mit, er handwerkliches Können aus seinem Beruf als Schlosser. Was damals als kleiner Entsorgungsbetrieb begann, hat sich im Laufe der Jahrzehnte zu einem Unternehmen mit rund 160 Mitarbeitenden entwickelt.


Und auch 60 Jahre später sind die Gründerin und der Gründer immer noch im Betrieb tätig. Für ihre Tochter Britta Harmuth, die selbst im Unternehmen arbeitet, ist das keine Überraschung: „Das Unternehmen ist ihr Lebenswerk. Sie können sich gar nichts anderes vorstellen.“ Auch Stefan Harmuth macht deutlich, wie eng seine Verbindung zum Unternehmen geblieben ist: „Früh morgens bin ich schon hier. Da will ich wissen, was läuft.“

Innovation und Entwicklung

Stand früher vor allem die Entsorgung von Abfällen im Mittelpunkt, rückte die Verwertung von Wertstoffen im Laufe der Jahre zunehmend in den Fokus. Bereits Anfang der 1980er-Jahre errichtete das Unternehmen eine Sortieranlage für Baustellenabfälle. Statt Materialien möglichst schnell zu entsorgen, ging es darum, Wertstoffe zurückzugewinnen und wieder nutzbar zu machen.


Mit dem Wachstum des Unternehmens stießen die damaligen Standorte in Mülheim an der Ruhr an ihre Grenzen. Die Betriebsbereiche verteilten sich auf mehrere Standorte, was die Abläufe erschwerte. Ende der 2000er-Jahre fiel deshalb die Entscheidung für den Umzug an den Essener Stadthafen. Dort konnten die verschiedenen Unternehmensbereiche an einem Ort zusammengeführt werden.


Heute reicht das Leistungsspektrum weit über die klassische Entsorgung hinaus. Neben Recycling und Aufbereitung gehören auch Abbrucharbeiten sowie die Herstellung von Ersatzbaustoffen zum Unternehmen. Aus aufbereitetem Bauschutt entstehen beispielsweise Materialien, die anschließend im Straßen- und Wegebau eingesetzt werden können. Die Verwertung von Rohstoffen bildet damit einen wichtigen Schwerpunkt der heutigen Unternehmensarbeit.

Gemeinsam durch schwierige Zeiten

Sechs Jahrzehnte Unternehmensgeschichte bedeuten auch sechs Jahrzehnte voller Veränderungen. Familie Harmuth hat erfolgreiche Jahre gehabt, aber auch Herausforderungen bewältigt. „60 Jahre ist eine lange Zeit. Da erlebt man sehr erfreuliche Phasen, manchmal auch schwierige“, sagt Stefan Harmuth. Gerade in solchen Momenten sei es wichtig gewesen, zusammenzuhalten und weiterzumachen. Für die Familie gehört genau das zur Geschichte des Unternehmens. „Auch das wirkliche Leben besteht nicht daraus, dass immer alles perfekt und rund läuft, so ist es auch, wenn man ein Unternehmen führt“, sagt Britta Harmuth. Rückblickend ist man deshalb besonders dankbar für die Menschen, die das Unternehmen über viele Jahre begleitet haben oder auch immer noch begleiten.

Die nächste Generation bringt neue Impulse

Mit Enkelin Marie Strüngmann arbeitet inzwischen die dritte Generation im Familienunternehmen. Schon früh stand für sie fest, dass sie später im Betrieb mitarbeiten möchte. Entsprechend konsequent bereitete sie sich auf diese Aufgabe vor und sammelte Erfahrungen innerhalb der Branche. Seit Januar arbeitet sie als Projektmanagerin im Unternehmen. „Wir freuen uns sehr, dass Marie sich bewusst für diesen Weg entschieden hat. Sie hat sich über viele Jahre darauf gerüstet und bringt nun ihre eigenen Ideen und Erfahrungen mit ins Unternehmen“, sagt Tante Britta Harmuth.

Nachwuchskräfte für die Zukunft

Die Ausbildung spielt bei der Harmuth Entsorgung GmbH seit vielen Jahren eine wichtige Rolle. Ausgebildet werden Kaufleute für Büromanagement, Industriekaufleute sowie Kfz-Mechatronikerinnen und Kfz-Mechatroniker.
Die Suche nach Nachwuchs ist jedoch schwieriger geworden. Initiativbewerbungen seien inzwischen selten geworden, berichtet Britta Harmuth. Umso größer war die Freude, als das Unternehmen kürzlich zwei neue Auszubildende gewinnen konnte.

Im Arbeitsalltag legt man Wert darauf, jungen Menschen früh Vertrauen entgegenzubringen und sie aktiv einzubinden. „Selbstständigkeit“ ist für Britta Harmuth ein wichtiger Aspekt der Ausbildung. Wer Verantwortung übernimmt und eigene Aufgaben meistert, könne sich fachlich und persönlich weiterentwickeln. „Wir bilden für unseren eigenen Bedarf aus. Deshalb freuen wir uns natürlich besonders, wenn junge Menschen nach ihrer Ausbildung bei uns bleiben“, sagt Britta Harmuth.

Weitere Informationen

Weitere Informationen zum Unternehmen finden Sie hier.

Lara Böckelmann

Verfasst von:
Lara Böckelmann

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