Wie können Unternehmen in Deutschland schneller gründen, einfacher investieren und mit weniger Bürokratie arbeiten? Mit diesen Fragen beschäftigte sich der diesjährige IHK-Tag am 6. und 7. Mai in Berlin. Vertreterinnen und Vertreter aus allen Industrie- und Handelskammern Deutschlands kamen zusammen, um mit Politik, Wirtschaft und Verwaltung über konkrete Verbesserungen für Unternehmen zu sprechen.

Auch wir waren mit einer Delegation aus Haupt- und Ehrenamt vertreten. Das Ehrenamt wurde durch Jutta Kruft-Lohrengel, Erdal Osmancelebioglu, Atilla Barut und Sebastian Jehle vertreten. Aus dem Hauptamt reisten Benedict Kerbstadt, Marc Meckle und Josephine Stachelhaus an.
Für unsere Mitgliedsunternehmen ist dieser Austausch wichtig. Denn viele Entscheidungen, die Unternehmen im Alltag betreffen – etwa bei Genehmigungen, Digitalisierung, Fachkräftesicherung oder Unternehmensgründung – werden auf Bundesebene vorbereitet oder diskutiert. Der IHK-Tag bietet die Möglichkeit, Erfahrungen aus den Unternehmen direkt in diese Gespräche einzubringen und gleichzeitig frühzeitig Entwicklungen und politische Vorhaben mitzunehmen.
Besonders wertvoll ist dabei das Zusammenspiel von Haupt- und Ehrenamt. Unternehmerinnen und Unternehmer aus dem Ehrenamt bringen ihre Erfahrungen unmittelbar aus der Praxis ein. Sie schildern, wo Prozesse zu kompliziert sind, wo Bürokratie belastet oder welche Rahmenbedingungen Unternehmen tatsächlich brauchen. Das Hauptamt greift diese Themen auf, bündelt sie und trägt sie in die Arbeit der IHK-Organisation hinein. Und dass Ehrenamt weit über die MEO-Region hinaus wirkt, zeigte auch die Beteiligung von Jutta Kruft-Lohrengel. Sie war Teil einer Session zum Umgang mit Konflikten innerhalb von Organisationen und brachte dort ihre Erfahrungen aus dem Rat für Integrität und Schlichtung ein.
In verschiedenen Sessions wurde darüber diskutiert, wie Wirtschaften in Deutschland einfacher werden kann – etwa durch schnellere Genehmigungen, digitale Verwaltungsprozesse oder bessere Bedingungen für Innovationen und Unternehmensgründungen. Auch der Einsatz von Künstlicher Intelligenz und die Zusammenarbeit innerhalb der IHK-Organisation spielten eine wichtige Rolle.
Ein Höhepunkt war der Besuch von Bundeskanzler Friedrich Merz. In seiner Rede machte er deutlich, dass die Bundesregierung nun zeigen müsse, dass angekündigte Entlastungen und Modernisierungen tatsächlich umgesetzt werden. Gleichzeitig betonte er, dass auch Unternehmen offen für Veränderungen bleiben müssten, damit Deutschland wirtschaftlich wettbewerbsfähig bleibt.
Der IHK-Tag hat damit zum zweiten Mal gezeigt, wie wichtig der direkte Austausch zwischen Wirtschaft, Politik und IHK-Organisation ist. Die Erkenntnisse und Kontakte aus Berlin fließen nun auch weiter in unsere tägliche Arbeit ein – mit dem Ziel, die Interessen der regionalen Unternehmen weiterhin praxisnah und wirksam zu vertreten.