DEICHMANN SE
Die DEICHMANN SE beschäftigt weltweit ca. 50.000 Mitarbeitende und legt als Familienunternehmen großen Wert auf die Ausbildung des eigenen Nachwuchses. Ausgebildet wird im Verkauf, in der Logistik und in der Zentrale. Am Standort in Essen gehören aktuell rund 60 Auszubildende, dual Studierende und Trainees zum Nachwuchs, darunter 14 Auszubildende und dual Studierende, die in diesem Jahr neu gestartet sind.
Viele Wege in den Beruf
Die Auswahl an Berufen ist groß. Im Verkauf werden unter anderem Kaufleute im Einzelhandel und Verkäuferinnen und Verkäufer ausgebildet. In der Zentrale werden Kaufleute für Büromanagement und Kaufleute im E-Commerce, Mediengestalterinnen und -gestalter sowie Fachinformatikerinnen und -informatiker ausgebildet. In der Logistik können sich Nachwuchskräfte zur Fachkraft für Lagerlogistik oder zur Fachlageristin und zum Fachlageristen ausbilden lassen. Darüber hinaus wird eine Kochausbildung im firmeneigenen Bistro angeboten.
„Im Büromanagement wechseln die Nachwuchskräfte in der Regel alle drei bis vier Monate die Abteilung und lernen so ganz unterschiedliche Bereiche kennen. Gerade für junge Menschen, die ihre beruflichen Interessen noch entdecken möchten, eine tolle Gelegenheit, verschiedene Perspektiven kennenzulernen und herauszufinden, welcher Bereich am besten zu ihnen passt. Deshalb empfehle ich diese Ausbildung besonders gerne“, sagt Leonie Krause, Business Partnerin Young Talents bei DEICHMANN.
»Gerade für junge Menschen, die ihre beruflichen Interessen noch entdecken möchten, eine tolle Gelegenheit, verschiedene Perspektiven kennenzulernen und herauszufinden, welcher Bereich am besten zu ihnen passt.«
»Wenn jemand nach einem guten Gespräch positiv in Erinnerung bleibt und später die Bewerbung eingeht, hat man direkt wieder ein Gesicht vor Augen.«
Dort sein, wo junge Menschen sind
Potenzielle Bewerberinnen und Bewerber erreicht das Unternehmen neben der eigenen Karriereseite und Social Media auf Ausbildungsmessen, bei Schulbesuchen oder beim Girls’Day.
Eine weitere Gelegenheit bot die Roadshow der IHKs im Ruhrgebiet. In der ersten Juliwoche machte die POP-UP-Ausbildungswoche bei uns in der Essener Innenstadt Halt. Im Rahmen der Veranstaltungswoche waren verschiedene Ausbildungsbetriebe aus der Region vor Ort und kamen bei Azubi-Speeddatings mit jungen Menschen ins Gespräch. An einem der Tage war auch DEICHMANN dabei. Für das Unternehmen spielte dabei die Verbundenheit mit dem Standort eine Rolle: „Als Essener Unternehmen fanden wir es schön, mitten in der Stadt präsent zu sein. In der Innenstadt sind ohnehin viele junge Menschen unterwegs und so ergibt sich ein unkomplizierter Kontakt“, erzählt Lena Richarz, Recruiting Assistentin bei DEICHMANN und unterstützend in der Ausbildungsbetreuung tätig.
Besonders gefreut hat sich das Team, dass viele Interessierte selbst das Gespräch suchten: „Einige hatten sich schon vorher über unsere Ausbildungsangebote informiert und kamen mit konkreten Fragen auf uns zu. Das hat uns sehr gefreut.“
Insbesondere den persönlichen Austausch schätzen die beiden an solchen Formaten. Bei Ausbildungsmessen begleiten häufig auch Auszubildende das Team: „Es ist einfach etwas anderes, ob wir von der Ausbildung erzählen oder jemand, der sie selbst gerade macht. Unsere Azubis können aus eigener Erfahrung berichten und noch einmal einen ganz anderen Einblick geben“, sagt Leonie Krause. Gleichzeitig entsteht schon vor einer möglichen Bewerbung ein erster Eindruck voneinander: „Wenn jemand nach einem guten Gespräch positiv in Erinnerung bleibt und später die Bewerbung eingeht, hat man direkt wieder ein Gesicht vor Augen.“
Was sollten Nachwuchskräfte mitbringen?
„Uns ist vor allem wichtig, dass junge Menschen Eigeninitiative zeigen, verlässlich und neugierig sind und über den Tellerrand hinausschauen. Es kommt nicht nur darauf an, ob man ein super Zeugnis hat oder ob der Lebenslauf geradlinig ist“, sagt Annika Jesse, Business Partnerin Young Talents bei DEICHMANN.
Der persönliche Austausch ist für DEICHMANN dabei ein wichtiger Teil der Nachwuchsarbeit und beginnt oft schon vor der eigentlichen Bewerbung.
© DEICHMANN SEVon Beginn an in Familienhand
Die Geschichte von DEICHMANN begann 1913 in Essen-Borbeck, wo Heinrich Deichmann gemeinsam mit seiner Frau Julie eine Schuhmacherwerkstatt eröffnete. Nach seinem Tod im Jahr 1940 führte sie das Geschäft weiter, unterstützt von Sohn Heinz-Horst, der bereits als Jugendlicher im Unternehmen mithalf und ab 1956 die Leitung der Firma übernahm.
In den folgenden Jahrzehnten entwickelte sich das Unternehmen weit über Essen hinaus: 1974 eröffnete das 100. Geschäft und mit der Übernahme des Schweizer Schuhunternehmens Dosenbach begann etwa zur gleichen Zeit die internationale Entwicklung. 1999 übernahm Heinrich Deichmann in dritter Generation den Vorsitz der Geschäftsführung, mit seinem Sohn Samuel ist seit 2020 auch die vierte Generation im Unternehmen tätig. Heute ist DEICHMANN mit rund 4.700 Filialen in über 30 Ländern vertreten und befindet sich weiterhin in Familienbesitz.
Ein Leitgedanke begleitet das Unternehmen dabei von Beginn an: „Das Unternehmen muss dem Menschen dienen.“
Trotz der internationalen Entwicklung ist Essen der Hauptsitz von DEICHMANN geblieben, an dem heute rund 1.500 Mitarbeitende tätig sind. Mit einem neuen Verwaltungs- und Bürogebäude wurde der Campus in diesem Jahr erweitert. Der fünfgeschossige Neubau mit großem Atrium ergänzt die bestehenden Gebäude am Standort und bietet neue Arbeits- und Besprechungsbereiche.
© DEICHMANN SEEngagement über das Unternehmen hinaus
Der Leitgedanke des Unternehmens zeigt sich auch im sozialen Engagement. Mit der 1973 gegründeten DEICHMANN-Stiftung unterstützt das Familienunternehmen jährlich mehr als 200 Projekte im In- und Ausland, die sich unter anderem den Themen soziale Gerechtigkeit, Bildung, Gesundheit und humanitäre Hilfe widmen.
International konzentriert sich die Stiftung seit 2023 verstärkt auf Madagaskar. Dort werden unter anderem defekte Brunnen instandgesetzt und mobile Kliniken unterstützt, die medizinische Versorgung in schwer erreichbare Regionen bringen.
Auch Auszubildende und dual Studierende waren bereits an einem Projekt für Madagaskar beteiligt. Im Distributionszentrum in Bottrop arbeiteten sie an einer Möglichkeit mit, aus abgebranntem Gras eine Alternative zu herkömmlicher Holzkohle herzustellen. Damit sollte eine nachhaltigere Möglichkeit zum Kochen geschaffen werden.